Soll ich einen Blog starten?

6 Minuten

Viele fragen sich, ob es sinnvoll ist, einen Blog zu starten. In diesem Beitrag gehe ich nicht nur dieser interessanten Frage auf den Grund, sondern Du erfährst außerdem, wie Du einfach und schnell damit loslegen kannst. Denn dieser Blog feiert sein zweijähriges Bestehen und mit diesem Beitrag möchte ich diesen freudigen Anlass würdigen. 

Ideales Schreibtraining
Der wichtigste Grund, der für einen Blog spricht, ist das regelmäßige Schreibtraining. Wenn es einen Leitsatz gibt, der von meinen Schreibausbildungen in Erinnerung geblieben ist, dann ist es der folgende: Schreiben lernt man nur durch Schreiben. 

Es gibt natürlich viele weitere Gründe, doch aus meiner Sicht ist das der wichtigste. Kennst Du auch diese Menschen, die fortwährend darüber erzählen, sie würden gerne mit Sport beginnen, verbringen jedoch ihre Freizeit ausschließlich mit der Fernbedienung am Sofa? Ähnlich verhält es sich mit jenen, die erzählen, dass sie ein Buch schreiben wollen.

Jeder, der so wie ich Sport betreibt, weiß, dass niemand von heute auf morgen vom Couch-Potato zum Leistungssportler wird. Ähnlich ist es auch beim Schreiben. Wer nicht imstande ist, regelmäßig zu schreiben und das, was er oder sie schreibt, der Öffentlichkeit zu präsentieren, braucht über seinen Traum vom eigenen Buch gar nicht erst nachzudenken – es sei denn, er oder sie will später ohnehin einen Ghostwriter damit beauftragen. 

Weitere Gründe
Neben der regelmäßigen Schreibpraxis gibt es noch viele weitere Gründe, je nachdem, ob Du den Blog als Privatperson schreibst, ob Du selbstständig bist oder ein Unternehmen leitest: 

  • Fachwissen demonstrieren
  • Seine Meinung äußern
  • Die eigene Persönlichkeit zeigen
  • Kostengünstig die eigene Bekanntheit steigern
  • Eine Reise oder einen persönlichen Entwicklungsweg dokumentieren
  • Geld verdienen
  • Aufbau und Pflege einer Gemeinschaft oder Zielgruppe
  • Ergebnisse in Suchmaschinen verbessern (bei Blogs auf der eigenen Website)

Falls zu den schüchternen Menschen zählst und bislang nur für Dich geschrieben hast, könnte ein Blog eine erste Möglichkeit sein, Dich oder Deine Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch für jene Menschen, die sich in Social Media nicht zeigen wollen, jedoch andere von sich überzeugen wollen, könnten darüber nachdenken, einen Blog zu starten.

Natürlich gibt es auch viele, die ihre Blogs zur Gewinnung von Kunden und Kundinnen einsetzen oder damit Geld verdienen wollen. Dies erreichst Du durch klassische Online-Werbung, durch bezahlte Gastbeiträge oder indem Du in Deinem Blog Produkte bewirbst. All das setzt jedoch voraus, dass bereits viele Menschen regelmäßig Deinen Blog besuchen und Deine Beiträge lesen.

Ohne die Freude am Schreiben wirst Du längerfristig nicht durchhalten. Wer nicht gerne regelmäßig schreibt oder jemanden hat, der für ihn schreibt, braucht gar nicht einen eigenen Blog in Betracht ziehen.

Worüber willst Du schreiben?
Über welche Themen sprichst Du mit den Menschen in Deinem Umfeld am liebsten? Wähle etwas, das Dich dermaßen begeistert, dass Du währenddessen die Zeit vergisst. Wenn Du kein Faible für Dein Thema hast, wirst Du nicht gerne regelmäßig darüber schreiben wollen. 

Viele Menschen haben ihren Blog gestartet, um ihre Leidenschaften, Hobbys oder Interessen zu teilen. Gleich, ob es um Kochen, Reisen, Sport, Kunst oder Technologie geht, ihr Blog bietet ihnen eine Plattform, um ihr Lieblingsthema aus allen Perspektiven zu betrachten und andere daran teilhaben zu lassen.

Selbstständige, Experten oder Expertinnen, die ihre Berufung zum Beruf gemacht haben, könnten ihren Blog dazu nutzen, um ihr Wissen zu teilen und Interessierten weiterzuhelfen. Falls Du bereits eine eigene Website hast, ergänzt ein Blog Deinen Webauftritt optimal. Dadurch erübrigt sich das leidige Thema vieler Selbstständigen sowie Unternehmen, regelmäßig auf ihren Websites für Neuigkeiten sorgen müssen, um weiterhin in den Ergebnissen der Suchmaschinen an vorderer Stelle zu bleiben. Falls Suchmaschinenoptimierung für Dich wichtig ist, berücksichtige dies bereits bei der Planung Deines Blogs sowie beim Texten Deiner Beiträge.

Wen möchtest Du erreichen?
Möchtest Du für Gleichgesinnte schreiben, die ein ähnliches Hobby haben? Dann könnte Dein Blog dazu dienen, eine Gemeinschaft aufzubauen. Durch das Teilen von Ideen und Erfahrungen könntest Du eine treue Leserschaft aufbauen, die sich für ähnliche Themen interessiert.

Oder möchtest Du vielleicht Deine potenziellen Kunden und Kundinnen erreichen? Dein Blog hilft dabei, Vertrauen bei jenen Menschen aufzubauen, die Du von Dir begeistern möchtest. Er fördert nicht nur die Gewinnung von Kunden und Kundinnen, sondern durch die regelmäßigen Beiträge auch die Bindung an Dich und Dein Unternehmen. 

Einfach damit starten
Sobald Du die obigen Punkte für Dich geklärt hast, kann es bereits losgehen. Wer eine eigene Website hat, prüft zuerst, ob er dort den Blog integrieren kann. Falls es zurzeit nicht möglich ist, könntest Du den Relaunch Deiner Website überlegen.

Oder Du nutzt einen externen Anbieter wie WordPress oder Blogger.com/Blogspot. Diesen Blog habe ich vor zwei Jahren auf Blogspot gestartet, weil das sehr schnell und einfach umsetzbar war. Mittlerweile gibt es diesen Blog zusätzlich auch noch 1:1 auf meiner Website. 

Wie gelange ich zu den Beiträgen?
Nachfolgender 5-Schritte-Plan hat sich für mich beim Erstellen meiner Blogbeiträge bewährt:

  1. Ideen sammeln: Notiere Dir sämtliche Ideen für Blogthemen, die Dir einfallen, damit Du jederzeit genügend zur Auswahl hast. Natürlich kannst Du Dich auch von anderen inspirieren lassen. Achte jedoch auf das Urheberrecht und kopiere nicht einfach nur die Beiträge anderer. Sobald Dir eine Idee gefällt, mache ein Brainstorming, um einerseits Deine Sichtweise und andererseits auch jene Aspekte zu berücksichtigen, die für Deine Leser und Leserinnen wichtig sind.
  2. Ideen sortieren: Bringe die Ergebnisse Deines Brainstormings in eine logische Reihenfolge. Dazu reichen Stichworte, die Dir eine grobe Orientierung beim Schreiben bieten.
  3. Ideen ausformulieren: Nun geht es darum, einen ersten Entwurf zu schreiben. Wichtig ist, dass Du einfach damit beginnst und schreibst. Es reicht beim ersten Entwurf, wenn die logische Reihenfolge passt, an der Formulierung kannst Du später noch feilen.
  4. Text überarbeiten: Sobald die erste Fassung vorliegt, mache eine kurze Pause. Trinke etwas, geh spazieren oder lasse einen Tag vergehen. Danach lies Dir den Text erneut durch und beginne mit der Überarbeitung. Sobald Du damit fertig bist, lege erneut eine Pause ein.
  5. Korrekturlesen: Erst ganz am Ende lässt Du Deinen Betrag von jemandem lesen oder nutze Online-Tools zur Grammatik- und Rechtschreibprüfung.
  6. Online stellen: Sobald Du fertig bist, veröffentliche Deinen Beitrag.

Du selbst entscheidest, wie häufig Du neue Blogbeiträge schreiben möchtest. Manche publizieren wöchentlich, andere seltener. Bei mir sind es in etwa alle drei Wochen, abwechselnd mit einem Video für meinem YouTube-Kanal und einer neuen Episode meines Podcasts.

Auf los geht’s los!
Ich würde mich freuen, wenn Dich dieser Blogbeitrag dazu angeregt hat, ebenfalls Deinen Blog zu starten. Gib mir gerne per Mail darüber Bescheid: info@claudiasprinz.com.



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